TOP Ö 5: Vorstellung des Verkehrskonzeptes für die Ortschaft Neuenkirchen

Dipl.-Ing. D. Stempel trägt die Verkehrskonzeptionen Neuenkirchen nach der nachfolgend aufgeführten Themenübersicht von Nr. 1 bis Nr. 6 vor.

 

1. Doppelknoten B 71/L 171/K 17 im Ortszentrum

2. Verkehrssicherheit/Verkehrsberuhigung in der Kabenstraße vor dem

    Schulzentrum

3. Parken in der Bahnhofstraße

4. Verkehrsführung Gewerbegebiet Siemensstraße

5. Verkehrserzeugung der Neubaugebiete

6. Tempo-30-Konzepte in Wohngebieten.

 

Nach Vorstellung der Einzelthemen entsteht jeweils eine rege Diskussion. Die wesentlichen Fragestellungen und Antworten dazu sind nachfolgend aufgeführt:

 

Zu 1.):

 

Ratsherr H.-G. Baden fragt an, wieviel zusätzlicher Verkehr bei dem Vorschlag Lichtsignalanlage noch aufgenommen werden kann.

 

Herr Stempel antwortet, 10 bis 15 % zusätzlicher Verkehr ist noch möglich.

 

BO M. Stein stellt die Frage nach Rückstau, Wartezeiten und nach einer Doppellösung Ampel/Kreisel.

 

Die Ampellaufschaltung beträgt 90 sec. und von einer Doppellösung rät Herr Stempel ab, weil durch eine Doppellösung eine schlechtere Platzierung auf der Prioritätenliste erfolgen könnte.

 

BO W. Lindenberg macht den Vorschlag, das Denkmal an dieser Stelle zu entfernen und stattdessen die Fahrspuren für jeweils zweispurigen Verkehr zu ermöglichen.

 

Die Aufstellfläche für längere Fahrzeuge ist nach Meinung von Herrn Stempel nicht ausreichend dimensioniert und blockiert beide Knotenpunkte. Außerdem ist eine verkehrsrechtliche Genehmigung dafür sehr problematisch.

 

BGM Brunkhorst ergänzt dazu, dass die jetzt vorhandene Lücke für Abbieger in die Frielinger Straße dann zugeparkt sein könnte.

 

BO A. Freytag erkundigt sich nach möglichen Lärmimmissionen zu Lasten der Anlieger. Herr Stempel vertritt die Meinung, dass keine zusätzlichen Belastungen entstehen würden.

 

BAV R. Greve spricht die Schaltung der Ampelanlage an, die s. E. auf 28 Std. geschaltet werden kann.

 

Diese Festlegung ist Herrn Stempel so nicht bekannt. S. E. können Ampelanlagen jedoch flexibel geschaltet werden.

 

Zu 2.:

Herr Al-Anbari als Elternratsvertreter trägt vor, dass die betroffenen Eltern die vorhandenen Problemzonen lokalisiert und diskutiert haben. Diese Zonen sollten unter Einbindung der Eltern weiter untersucht werden, um auch hier fachliche Lösungsansätze zu erhalten.

 

BO A. Freytag macht dazu dann den Vorschlag, auch die anderen Ortschaften der Gemeinde Neuenkirchen auf Wunsch mit einzubinden und ggfls. Problemzonen untersuchen zu lassen.

 

Frau Rektorin E. Helbing befürwortet die Einbindung und Beteiligung der Eltern, weil damit lokalisiertes Gefahrenpotential durch verkehrstechnische Verbesserungsvorschläge bzw. ausgeblendet werden kann.

 

BO Lindenberg schlägt vor, die Hol- und Bringzonen auf dem Schützenplatz zu platzieren. Somit könnte der Verkehr vor dem Grundstück der Gemeindeverwaltung nachhaltig entzerrt werden.

 

Nach Ansicht von Herrn Stempel wäre das zwar eine Möglichkeit, aber der Lehreffekt für die Kinder durch immer sichere Zuwegungen geht dabei verloren.

Dies wird von Frau Helbing bestätigt.

 

BGM Brunkhorst sieht durch die Anordnung von Hol- und Bringzonen am Schützenplatz neues Konfliktpotential hinsichtlich der Schulbushaltestelle. Außerdem liegt das Grundstück nicht im Eigentum der Gemeinde Neuenkirchen.

 

Ratsherr J. Kremser schlägt vor, die Problemzonen in der Frielinger Straße ins Gesamtkonzept mit aufzunehmen.

 

Zu 3.:

Nach Ansicht von J. Kremser sollte das Parken auf der gegenüberliegenden Seite der Bäckerei nicht erlaubt sein. Der Verkehr muss flüssig und fließend fahren können, weil ansonsten dies negative Auswirkungen auf den Kreuzungsbereich haben könnte.

 

2. stellv. BGM T. Bammann kann die Lösungsansätze von Herrn Stempel nachvollziehen und akzeptieren.

 

BGM C. Brunkhorst sieht das Verhalten der Verkehrsteilnehmer an dieser Stelle nicht als Problem.

S. E. ist es zumutbar, wenn nötig, anzuhalten, kurz zu warten, um dann weiterfahren zu können.

 

Zu 4.:

Der Lösungsansatz von Herrn Stempel auf Rückführung des Lkw-Verkehrs über 7,5 t auf einem Wendehammer durch das Gewerbegebiet an die L 171 wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

Zu 5.:

Durch das in Kürze entstehende Neubaugebiet wird es zu unerheblichen Mehrverkehr auf der Kabenstraße/Lohweg kommen. Diese Mehrbelastung ist nach Ansicht des Verkehrsplaners moderat  und akzeptabel.

 

Der Neubau einer alternativen Erschließungsstraße zur K 18 – Behninger Straße – ist nach Ansicht des Verkehrsplaners unrealistisch.

 

Zu 6.:

Herr Stempel zeigt an Hand einer Übersichtskarte seine Vorschläge auf Priorisierungen der Tempo-30-Zonen. Die für die Gemeinde anfallenden Beschilderungskosten und baulichen Veränderungen dazu könnten über mögliche Fördertöpfe abgemildert werden. 

 

Das Gesamtthema Verkehrskonzeptionen in Neuenkirchen wird an die Ratsfraktionen verwiesen.